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An dieser Stelle lassen wir’s ab und zu richtig fetzen - mit und ohne LEDs!
Der kurze Weg zu den Fetzen geht hier entlang:
Ferrit-Fetzen (20.2.2004)
Dass man integrierte CMOS-Schaltkreise wegen möglichen ESD-Schäden möglichst sorgsam behandelt, hat sich inzwischen bestimmt herumgesprochen.
Sorgsames Behandeln gilt allerdings auch für eine ganze Reihe mechanischer Bauteile. Zerbrechliche Ferritkerne gehören in diesem Zusammenhang gleich an erster Stelle genannt.
Damit nicht anderen Spulen-Ethusiasten dasselbe Missgeschick auch passiert, hier ein (mechanischer1) Ferrit-Grundsatz:
Lasse einen Ferritkern nicht auf einen harten Boden fallen, sonst könnte es ihm schnell das Genick brechen!
Schade um die schöne Spule - diese Fetzen hätten nicht unbedingt fliegen müssen!
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Power to the People (30.4.2007)
Damit es an dieser Stelle auch mal wieder fetzt, ein Bild, das ich unlängst am Strand von Santa Cruz/Kalifornien gemacht habe.
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LED-Stirnleuchte (13.9.2008)
Diese LED-Stirnleuchte gab es (wahlweise mit schwarzem oder silberfarbenem Lampengehäuse) diese Woche beim Süd-Discounter.
Und natürlich hat es mich gereizt, sie von innen zu beleuchten.
Außen hui
Das schaut von außen zunächst alles ganz gut aus, wobei ich den Praxistest erst später machen möchte, denn mich interessiert verständlicherweise erst einmal das Innenleben der LED-Leuchte.
Zum Öffnen löst man das Lampengehäuse mit den beiden Deckelschrauben (innenliegend direkt an den beiden Stirnbandschleifen) vom Rahmen.
Dann löst man die beiden nun sichtbaren inneren Schrauben und noch zwei weitere, die durch den Warnaufkleber verdeckt sind.
Jetzt hat man schon alle Innereien vor sich und es fällt auf:
- Die 1W-LED (laut Verpackung) ist ein No-Name-Produkt mit Star-Kühlkörper (lose eingelegt).
- Das rote von der Batteriebox kommende Kabel geht etwas unkonventionell an die Kathode (!) der LED.
- Außer der LED, dem Druckschalter und der LED-Optik (Linse) nebst Halterung gibt es im Lampengehäuse sonst wenig zu finden,
- weder einen LED-Treiber (das wäre vielleicht zu viel verlangt),
- noch einen LED-Vorwiderstand ...
Die schmale Abdeckung innerhalb der Batteriebox ist auch schnell entfernt.
Vielleicht ist dort noch etwas Wichtiges versteckt (obwohl der Schalter ja im Lampengehäuse ist).
Und hier fällt auf:
- Eine Schottky-Diode 1N5819.
- Das schwarze Kabel liegt am Pluspol der Batterie - immerhin!
- Das rote Kabel liegt über die Diode zwangsläufig am Minuspol.
- Auch hier ist kein LED-Vorwiderstand zu finden ...
Dank Schottky-Diode richten verkehrt eingelegte Batterien schon mal keinen Schaden an (verpolte 4,5V würde die LED dennoch wegstecken, falls von guter Qualität) - aber vielleicht anderweitig?
Die Schottky-Diode hat eher einen anderen Grund, denn offensichtlich dient sie - neben dem Innenwiderstand der Batterien - als nichtlinearer LED-Vorwiderstand, an dem bei vollen Batterien ca. 0,4W verbraten werden.
Innen pfui
Nach Entdecken dieser Tatsachen ist mir schon leicht der Kamm geschwollen, aber beim Nachmessen des LED-Stroms war ich dann völlig platt:
Die Batteriespannung fällt dabei von 4,63V im Leerlauf auf 3,93V, woraus man den Innenwiderstand des Batteriesatzes auf ca. 1 Ohm abschätzen kann (also ca. 1/3 Ohm pro Batterie).
Der LED-Kühlkörper wird bei dieser Tortur schon nach kurzer Zeit reichlich heiß ...
Die LED-Spannung beträgt trotz diesem hohen LED-Strom erstaunlich niedrige 3,31V.
Dennoch ergibt sich bei einem neuen Batteriesatz ca. 2,3W LED-Leistung, die irgendwie abgeführt werden will!
Einen kühlen Kopf zu bewahren, scheint bei einer solchen Stirnheizung eher schwer zu fallen.
Und mit der auf der Verpackung erwähnten "Langlebigkeit" wird es unter diesen widrigen Umständen (und vor allem, falls es sich wirklich um eine 1W-LED handelt) vermutlich doch nicht so weit her sein.
Aber wozu hat man 3 Jahre Garantie? Sofern man den Kassenzettel und die Verpackung solange aufbewahrt ...
"Ultrahelles Licht"
In dieser Hinsicht ist diese Verpackungsangabe "dank" Hochstrombefeuerung korrekt - zumindest für eine gewisse Zeit.
Den Warnhinweis "LED-Strahlung - nicht in den Strahl blicken" sollte man deshalb dringend ernst nehmen - und auch die Batterien möglichst nicht verschlucken (ein weiterer Warnhinweis).
Helligkeits-, Leuchtweite- und Leuchtdauer-Messungen will ich mir aufsparen, bis ich einen vernünftigen LED-Treiber eingebaut habe.
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[1] Ein elektrischer Ferrit-Grundsatz lautet:
Lasse eine Spule mit Kern nicht in Sättigung geraten (= zulässigen Spitzenstrom überschreiten), sonst könnte die Spule schnell eigenmächtig ihre Induktivität verringern und der Spulenstrom (je nach Schaltung) beschleunigt ansteigen!
[2] Toshiba LR03G R, Größe AAA (Micro). Kapazität aus dem Toshiba-Datenblatt geschätzt auf ca. 600mAh. Bei 6 Stunden Leuchtdauer (laut "Technische Daten" der LED-Stirnleuchte-Beschreibung) wäre das ein mittlerer LED-Strom von 100mA.
[3] Gemessen mit einem Drehspulinstrument mit Ri = 0.2 Ohm, was auch einen stromreduzierenden Vorwiderstand darstellt.
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